Zuletzt aktualisiert am 26. November 2019

Erfreuliches gibt es aus Dresden zu berichten. Die Dietmar Lischke GmbH, eine kleine Kfz-Spezialwerkstatt aus Dresden, konnte nach einer Fortführung von 7 Monaten durch übertragende Sanierung aus der Insolvenz geführt werden.

Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch Beschluss des Amtsgerichtes Dresden (532 IN 749/14) wurde die Dietmar Lischke GmbH in vollem Umfang weitergeführt.

Das kleine Unternehmen hatte zwar nur 3 Arbeitnehmer, jedoch ein fortführungsfähiges Geschäftsmodell. Deswegen wurden die Mühen einer Fortführung durch den Insolvenzverwalter Andreas Schenk auch nicht gescheut. Allerdings zeigte sich – wieder einmal – dass bei kleinen Unternehmen kaum Ressourcen vorhanden sind, um die Belastungen einer Fortführung vom Verwalter wegdelegieren zu können. Gefragt ist hier vielmehr die durch Mehrfachqualifikationen unter Beweis gestellte Flexibilität des Verwalters selbst, der – unterstützt durch moderne IT-Infrastruktur – die Geschäfte zu führen in der Lage ist. Denn ansonsten droht die voreilige und vermeidbare Einstellung der Geschäfte. Das Insolvenzrecht will jedoch allen Unternehmen eine faire Chance zum Neustart bieten, gerade auch den Kleinen und Kleinsten.