Gute Nachrichten für die Zwickauer Wirtschaft zur Jahreswende: Das Sächsische Metall Zentrum GmbH, ein in die westsächsische Industrie hinein gut vernetztes Unternehmen aus dem Bereich der industriellen Herstellung und Bearbeitung von Metallteilen, bleibt seinen Auftraggebern und dem Standort Zwickau erhalten.

Auf dem traditionsreichen Betriebsgelände der ehemaligen Firma Sachsenring angesiedelt, geriet das Unternehmen Mitte des Jahres 2018 in die betriebswirtschaftliche Krise. Ein unerwarteter Ausfall in der Geschäftsführung, verbunden mit einem zu hohen Kapitaldienst durch hohe Investitionen in den Vorjahren, führten schließlich Ende Juni 2018 in das vorläufige Insolvenzverfahren. Betroffen waren 17 Arbeitnehmer, jedoch auch viele Auftraggeber, die auf die produktiven Kapazitäten des Unternehmens und dessen technisches Know-Hows angewiesen waren.

Aufgrund der damals günstigen konjunkturellen Situation entschloss sich der vorläufige Insolvenzverwalter Andreas Schenk, sofort zu einer Weiterführung der Geschäfte in vollem Umfang unter seiner Ägide. Allerdings hat Mitte des Jahres 2018 wohl niemand vorhersehen können, dass diese Fortführung schließlich bis zum 31.12.2019 andauern würde, um dann erfolgreich in eine Übertragung des Geschäftsbetriebes auf die neu gegründete SBZ Sächsische Blechverarbeitung Zwickau GmbH einzumünden. Alle Arbeitsplätze wurden erhalten und in der Summe ein deutlich positives Fortführungsergebnis erzielt. Dazu Andreas Schenk: „Das Verfahren ist ein Beispiel dafür, dass in Zeiten abkühlender Konjunktur Investoren und Kapitalgeber Sanierungsvorhaben vor einem Engagement aufgrund gestiegener konjunktureller Risiken kritisch überprüfen. Doch am Ende zeigt eine so lange durchgehaltene Betriebsfortführung eben auch, wie robust ein Betrieb im Kern sein kann, was ihn bei Investoren und Kapitalgebern eben auch wieder attraktiv macht. Ein langer Atem und Geduld bei dem komplizierten Poker um Übernahmevereinbarungen waren in jedem Falle Voraussetzung, um am Ende eines so langen Weges doch erfolgreich zu sein.”